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Trans Germany, die Tour durch den Süden Deutschlands stand bei mir die letzten Tage an. Mit voller Lust und Begeisterung fuhr ich zum ersten Etappenort nach Garmisch Patenkirchen. Endlich wieder Marathon fahren. Einfach los auf Wiese, Schotter, Wald und Teer. Nachdem ich die letzten Tag locker in den Bergen verbracht hatte, ging ich auch entspannt an die Rennen heran. Zumal ich dieses Jahr mich mehr auf die Cross-Country Rennen spezialisierte und die Trans Germany als ein Trainingsblock geplant war.
Da ja fast jede Etappe den gleichen Ablauf hatte, fasse ich mal einen Tagesablauf der Tour zusammen.
Die erste Etappe von Garmisch nach Lermos startete um 10 Uhr. Somit hieß es um 7 Uhr frühstücken. Meist Brötchen mit Käse oder auch Marmelade. Danach unsere Sachen so schnell wie möglich, so klein wie möglich gepackt und uns umgezogen. Die Taschen wurden abgeholt während wir noch uns bisschen ausruhten. Eine Stunde vor dem Start fand ich mich am Teamstand ein und richtete meine letzten Sachen zurecht, gab meine Getränkeflaschen unserem Betreuer Sportamed und setzte mich eine halbe Stunde vor dem Start noch auf die Rolle um meine Beine auf Schwung zu bringen. Ca 10min vor dem Start befand ich mich dann im Startblock, orientierte mich und ging im Kopf den Streckenverlauf nochmals durch. 2 min vor dem Startschuss wurde ich dann nervöser, der Puls stieg und dann wars soweit. Der erste Teil war immer neutralisiert. Ich hoffte immer, dass das Tempo hoch genug ist, dass es zu keinen Stürzen kommt. Meistens gings dann auch recht schnell einen Anstieg hoch und ab dort war das Rennen dann eröffnet. Ich fuhr mein Tempo und wartete nur, bis eine Frau an mir vorbei fuhr. Eigentlich wartete ich die ganze Zeit auf Pia Sundstädt, doch sie fuhr nie an mir vorbei. Auch nicht in der Abfahrt. So fuhr ich einfach mein Tempo weiter. Überzog nicht, um falls doch noch eines der Mädels auffuhr, ich noch mitgehen könnte. So rollte ich von Tag zu Tag meine Minuten an Vorsprung raus. Ich dachte wirklich nicht, dass ich so gut rauf bin. Doch am 2ten Tag musste ich mir es ja eingestehen, als Pia meinte "so schnell werde ich sie nicht los", und schon hatte ich kurz drauf wieder 2 Minuten Vorsprung.
Im Ziel wurde gefeiert, Doping Kontrollen standen an und sofort wollte ich unter die Dusche. Währendessen wurden unsere Bikes gerichtet. Ausgefahren bin ich noch locker am Nachmittag auf der Rolle. Später gab es noch Massage und dann gings zur Pasta Party. Essen durften wir auf keinen Fall zuwenig. Um 20.00 Uhr dann immer Siegerehrung und anschließend das Renneis im Hotel. Spätestens um 23.00 Uhr waren wir so müde, dass wir ins Bett fielen.
Leider verlief die 3. Etappe durch Pias Sturz anders. Als wir gemeinsam in die erste Abfahrt gingen, gab es einen Sturz in der ersten Kurve. Pia verletze sich am Wadenbein und musste sogar später mit dem Rettungsflieger weggebracht werden. Wir haben noch gewartet bis sie professionelle Hilfe bekam und dadurch gab es zum ersten Mal ein anderes Etappenergebnis. Zum Glück haben auch manche Fahrer schnell reagiert und mir Verbandsmaterial zugeworfen und somit konnte Jan Schmid von Texpa und ich ihr das Bein abbinden und hochlegen. Auch Falk Putzke hat schnell reagiert und die anderen vor der Kurve gewarnt, denn wir waren nicht die einzigsten die in den Stacheldrahtzaun flogen.
Nun weiß ich dass sie wieder gut zuhause angekommen ist und auch bestimmt bald wieder radln kann. Gute Besserung allen die diesen Zaun mitgenommen haben.
Unser Team waren insgesamt mit den Betreuern eine tolle Gruppe, wir hatten nen Menge Spass, einen tollen Ablauf und auch den Fahrern hat es gefallen. Manche taten sich mit den ersten Regentagen schwer, andere mit der Hitze, andere vertrugen die Nudeln nicht, andere hatten technische Defekte und wiederum andere hatten sich verfahren. Viel Spass hatten wir, es waren tolle Tage und auch den Sieg konnten wir dann am Samstag gemeinsam feiern.
Ich möchte mich nochmal herzlich bei meinem Team, Sponsoren, Betreuern, Masseur, Familie und Freunde bedanken! Auch ein tolles Lob an all diejenigen Fahrer die doppelt solange brauchten und immer noch im Ziel lächeln konnten!!! Auch die Organisation war durchdacht und ich hoffe auf ein nächstes mal Trans Germany!!!
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